Foto: A. Zelck / DRKS
Eignungstest für RettungshundeDie Rettungs-Hunde vom Deutschen Roten Kreuz

Eignungstest für Rettungshunde

Ansprechpartner

Herr
Josef Krause

Tel: 0171 / 7327272
info(at)drk-kv-waf.de

Gottfried-Polysius-Str. 5

59269 Beckum

Die Verwendung von Rettungshunden spielte in den beiden Weltkriegen vornehmlich in Sanitätseinheiten noch eine Rolle und wurde seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland außer bei der Bergwacht im Deutschen Roten Kreuz nur von einigen Individualisten und Spezialisten betrieben. Das beharrliche Bemühen dieser Individualisten, die ihre gut ausgebildeten Suchhunde in die Aufgaben und Arbeit des Roten Kreuzes einbringen wollten, wurde schließlich belohnt.

Socke, Blondy, Suri, Samu und Wilma sind die neuen Hoffnungsträger im Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Warendorf-Beckum. Sie alle nahmen kürzlich mit ihren Herrchen bei einem Eignungstest für angehende Rettungshunde auf dem Gelände des Schäferhundevereins Beckum teil. Um es vorwegzunehmen, alle Hunde meisterten die Eingangstests mit Bravur und einer weiteren Ausbildung zum Rettungshund steht nichts mehr im Wege.

 

Die Rettungshundestaffel hat zur Zeit keine geprüften Hunde. Mit dem Eingangstest soll wieder die Ausbildung von Rettungsteams, so werden Hund und Herrchen genannt, vorangetrieben werden denn: Ein Team hat die DRK Rettungshundestaffel vor kurzem verlassen und ein Hund muss demnächst wieder zur Prüfung. „Die neuen Kameraden machen mit ihren Hunden jetzt schon rund ein Dreivierteljahr bei uns mit. In dieser Zeit konnten wir uns die Hunde genauer ansehen und sie nun ruhigen Gewissens zum Eignungstest schicken.“ sagte Josef Krause, Leiter der Hundestaffel. Aus dem Kreis Warendorf traten insgesamt fünf Herrchen und Frauchen mit ihren Hunden zum Test an, den sie allesamt bestanden.

Die beiden ausgebildeten Rettungshundeprüfer Daniela und Rüdiger Westheide vom DRK Kreisverband Siegen testeten die Hunde auf vielfache Weise. So wurde beispielsweise die Aggressivität der Vierbeiner geprüft indem die anderen Hunde jeweils an den Testkandidaten angeleint vorbeiliefen.

Hierbei durfte der Hund keine Reaktionen zeigen. Ebenso wurde sein spielerisches Verhalten geprüft. „Hierbei geht es darum wie er sich spielerisch verhält. Denn nichts anderes ist das Aufspüren einer Person für den Hund im Einsatz. Spielerisch sucht der Hund, findet und bekommt eine Belohnung.“ erklärte Krause die verschiedenen Tests. Weitere Aufgaben waren beispielsweise die Reaktionen auf Lärm oder das Verhalten in Schrecksituationen, wenn zum Beispiel jemand schreiend vor dem Hund wegläuft.

 

Für alle fünf Rotkreuzler steht auf jeden Fall fest, dass sie nun zusammen mit ihren vierbeinigen Freunden die Ausbildung zum Rettungshundeteam antreten werden. Auch die noch getesteten Hunde aus dem DRK Kreisverband Tecklenburger Land und Münster werden die Ausbildung antreten.

Unterstützung bekam die Rettungshundestaffel von Helfern aus den DRK Ortsvereinen Beelen, Ostbevern und Wadersloh. Die Rotkreuzler übernahmen die Aufgaben im Testparcours, stellten die Mimen und sorgten für die Verpflegung der Rotkreuzhelfer inklusive der Hunde.

Rettungshunde werden immer dann eingesetzt um vermisste Personen in unübersichtlichem Gelände zu suchen. Neben vielen interessanten Übungen trainieren die Rettungshundeteams besonders viel und intensiv um im Einsatz die volle Leistung zu erbringen, wie zuletzt in 2017 bei einem Einsatz in Telgte und Münster.